Ein WordPress Backup zu erstellen klingt nach einer einfachen Sache – bis man es im Ernstfall wirklich braucht und merkt, dass die letzte Sicherung drei Monate alt ist oder gar nicht existiert. Es gibt drei grundlegende Wege, ein WordPress Backup zu erstellen: per Plugin, über das Hosting oder manuell. Welche Methode für dich sinnvoll ist, hängt davon ab, wie viel Kontrolle du brauchst und wie technisch versiert du bist. Hier der ehrliche Vergleich.
Warum “irgendein” Backup nicht reicht
Ein Backup ist nur dann wirklich eines, wenn drei Dinge stimmen: Es läuft automatisch (nicht nur, wenn du gerade daran denkst), es liegt an einem anderen Ort als die eigentliche Website, und es wurde mindestens einmal erfolgreich wiederhergestellt. Genau daran scheitern die meisten “Backup-Strategien”, die ich bei neuen Kunden vorfinde.
Methode 1: Backup per Plugin
Backup-Plugins wie UpdraftPlus, Duplicator oder BackWPup sind der gängigste Weg, ein WordPress Backup zu erstellen. Sie sichern Dateien und Datenbank automatisiert nach Zeitplan und laden die Sicherung idealerweise direkt in einen externen Cloud-Speicher hoch (Dropbox, Google Drive, S3).
Vorteile: Einfache Einrichtung, automatischer Zeitplan, meist mit Wiederherstellungs-Assistent direkt im WordPress-Backend. Nachteile: Zusätzliche Plugin-Last auf dem Server, Qualität und Zuverlässigkeit variieren stark je nach Plugin, kostenlose Versionen haben oft eingeschränkte Funktionen (z. B. keine automatische Cloud-Anbindung).
Einen ausführlichen Vergleich der gängigen Backup-Plugins inklusive Preisen findest du in meinem WordPress-Backup-Guide.
Methode 2: Backup über das Hosting
Viele Hosting-Anbieter bieten eigene, serverseitige Backup-Lösungen an, die unabhängig von WordPress laufen. Das hat den Charme, dass ein kompromittiertes WordPress selbst das Backup nicht beeinflussen kann.
Vorteile: Läuft unabhängig von WordPress, oft ohne zusätzliche Serverlast durch ein Plugin, meist mit Ein-Klick-Wiederherstellung im Hosting-Panel. Nachteile: Aufbewahrungsdauer und Häufigkeit sind vom Hosting-Tarif abhängig, das Backup liegt oft beim selben Anbieter wie die Website selbst – bei einem Anbieterausfall sind im schlimmsten Fall beide betroffen.
Methode 3: Manuelles Backup
Dateien per FTP/SFTP herunterladen und die Datenbank per phpMyAdmin oder WP-CLI exportieren – die aufwendigste, aber auch kontrollierteste Methode. Sinnvoll vor allem vor größeren Änderungen wie einem Major-Update oder einem Theme-Wechsel, zusätzlich zur regulären automatisierten Sicherung.
Vorteile: Volle Kontrolle über Umfang und Ablageort, kein zusätzliches Plugin nötig, unabhängig von Plugin-Bugs. Nachteile: Zeitaufwendig, fehleranfällig ohne technisches Vorwissen, nicht praktikabel als alleinige regelmäßige Lösung.
Die 3-2-1-Regel als Kombination aller drei Methoden
In der Praxis kombiniere ich meistens alle drei Ansätze nach der 3-2-1-Regel: mindestens 3 Kopien der Daten, auf mindestens 2 unterschiedlichen Speicherorten, davon mindestens 1 Kopie außerhalb des Hosting-Anbieters. Konkret heißt das oft: automatisiertes Plugin-Backup in die Cloud, zusätzlich das Hosting-eigene Backup als zweite Absicherung, und ein manuelles Backup vor größeren Änderungen.
Wie oft sollte ein WordPress Backup erstellt werden?
Als Faustregel gilt: je mehr sich auf der Seite ändert, desto häufiger. Vor jedem größeren Update oder Theme-Wechsel sollte zusätzlich ein manuelles Backup erstellt werden – unabhängig vom regulären Zeitplan. Eine detaillierte Übersicht nach Website-Typ (Blog, Shop, statische Seite) findest du in der Tabelle in meinem WordPress-Backup-Guide.
Fazit
Ein WordPress Backup zu erstellen ist keine einmalige Aufgabe, sondern eine laufende Routine – und genau das ist der Punkt, an dem die meisten Backup-Strategien scheitern. Wie oft ein Backup wirklich nötig ist, was im Ernstfall zu tun ist und wie du mit deiner Seite umgehst, falls sie doch einmal kompromittiert wird, habe ich in Website gehackt? So reagierst du richtig zusammengefasst.
Wenn du dir nicht sicher bist, ob deine aktuelle Backup-Strategie im Ernstfall wirklich greift: Ich prüfe das gerne unverbindlich für dich – über das Kontaktformular.


